22.02.2021
Seit kurzem ist klar: Biontech-Impflinge sind nicht mehr ansteckend. Israels Regierung plant nun einen „Grünen Pass“ mit dem Geimpfte wieder am normalen Leben teilhaben dürfen. Israel will damit seine Wirtschaft ankurbeln und junge Menschen zum Impfen motivieren.

In Israel hat bereits die Hälfte der Bevölkerung mindestens eine Dosis des Impfstoffs von Biontech/Pfizer erhalten. Eine Studie zeigt: Die Geimpften sind nicht mehr ansteckend, selbst wenn sie mit Coronaviren in Berührung kommen. Kaum dass Israel diese Meldung veröffentlicht hat, folgt die große Ankündigung: Die Regierung plant einen „Grünen Pass“ für Geimpfte. Wer ihn besitzt, soll wieder Freiheiten des normalen Lebens zurückgewinnen: Kinobesuche, Hotelübernachtungen, Trainieren im Fitnessstudio, Reisen ohne Quarantäne und viele Annehmlichkeiten mehr, die Millionen Menschen gerade untersagt sind, um die Ausbreitung der Pandemie zu bekämpfen.

Auch die Reisefreiheit soll mit dem "Grünen Pass" für geimpfte Israelis zurückkehren und zwar ohne Quarantäne. Damit auch bei der Einreise nichts schiefläuft, bestehen bereits erste Abkommen mit Griechenland und Zypern. Allerdings dauert es noch bis die Israelis tatsächlich verreisen können, weil noch alle Grenzen des Landes geschlossen sind. Flughäfen sollen erst nach dem 6. März wieder öffnen.

In Deutschland ist inzwischen ebenfalls eine Diskussion über die Rückgabe der Grundrechte entfacht. „Wenn es tatsächlich so wäre, dass Geimpfte nicht ansteckend sind, könnte man ihnen ihre Grundrechte nicht länger vorenthalten“, sagte beispielsweise FDP-Fraktionsvize Michael Theurer. Noch sind die Impferkenntnisse aus Israel nicht wissenschaftlich veröffentlicht und bestätigt, wenngleich Experten sie für sehr sicher halten. Darüber hinaus ist die Impfquote in Deutschland keinesfalls mit der in Israel zu vergleichen. In Deutschland sind nicht einmal fünf Prozent der Bevölkerung gegen Corona geimpft.